Morgen ist heute schon gestern. Oder wie man der Geschichte habhaft wird

Museum Judenplatz
© Babara Niedetzky

Termine

13. Dezember 2021 | 16:00
Seit 10. November 2021 widmet das Jüdische Museum im Museum Judenplatz jenen Wiener Kindern eine Ausstellung, die ab Winter 1938 bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im Herbst 1939 über sogenannte „Kindertransporte“ elternlos ins Ausland geschickt wurden. In Großbritannien, Frankreich, Belgien, Schweden, den Niederlanden und den USA suchten die jungen Menschen nach Orientierung und Halt, oft wurden sie dabei aber gar nicht fündig. Bei der Rückkehr nach dem Zweiten Weltkrieg fühlten sie sich wieder oder immer noch verloren und begannen dann, oft bestärkt durch ihre eigenen Kinder, ihre Geschichten zu erzählen und damit greifbar zu machen. Die Ausstellung „Jugend ohne Heimat. Kindertransporte aus Wien“ stellt Biografien und Objekte vor, die wie Fühler aus der Vergangenheit in die Gegenwart reichen. Die Schau berührt, ganz ohne kitschig zu werden und erzählt auch die Geschichten derer, die nie selbst erzählen konnten, weil sie gar nicht überlebt haben oder von der Gegenwart zum Schweigen gebracht wurden. Eine der beiden Kuratorinnen (Sabine Apostolo und Caitlin Gura-Redl) und Hannah Landsmann (Leitung Kulturvermittlung) freuen sich, Ihnen die Ausstellung und das museumspädagogische Programm vorstellen zu dürfen.
Eine Veranstaltung des Jüdischen Museums Wien in Kooperation mit erinnern.at.
 
LehrerInnen haben freien Eintritt, für interessierte BesucherInnen ist die Teilnahme an der Führung mit gültigem Ausstellungsticket oder Jahreskarte frei.
 
Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich: Tel.: +43 1 535 04 31-1537, - 1538 oder E-Mail: tours@jmw.at
Bitte geben Sie die vollständigen Namen aller teilnehmenden Personen sowie eine Kontaktmöglichkeit an!
 
Diese Kulturvermittlungsveranstaltung findet unter Einhaltung der zu diesem Zeitpunkt gültigen Covid-19 Vorschriften statt.