14. August 2026
Aktuelles
Wir gratulieren! Preis der Stadt Wien für Volksbildung 2026 geht an unseren Chefkurator Hannes Sulzenbacher
von Barbara Staudinger
Das Jüdische Museum Wien freut sich außerordentlich, dass, wie heute in einer Presseaussendung der Stadt Wien (Wien würdigt herausragende Leistungen in Kunst, Kultur, Wissenschaft und Volksbildung) bekanntgegeben wurde, unser Chefkurator Hannes Sulzenbacher mit dem Preis der Stadt Wien für Volksbildung 2026 ausgezeichnet wurde. In der Jurybegründung wurde insbesondere die Ausstellung „Schwarze Juden, Weiße Juden? Über Hautfarben und Vorurteile“, die im Jüdischen Museum Wien 2025/26 zu sehen war, hervorgehoben.
Hannes Sulzenbacher ist als Chefkurator nicht nur gemeinsam mit der Direktion für die Programmierung des Ausstellungsprogramms, sondern auch für die Entwicklung der kuratorischen Leitideen der einzelnen Ausstellungen verantwortlich. Er ist europaweit als einer der innovativsten, mutigsten und kreativsten Ausstellungskuratoren bekannt und hat für zahlreiche Jüdische Museen, darunter das Jüdische Museum Berlin, das Jüdische Museum München und das Jüdische Museum Hohenems, Ausstellungen entwickelt, deren Wirkung weit über Landesgrenzen und Ausstellungslaufzeiten hinausgeht. Dabei beschäftigten ihn immer wieder der (neugierige, durch positive wie negative Vorurteile geprägte, scheinbar wissende) Blick der nichtjüdischen Bevölkerung auf Jüdinnen und Juden, dem er eine vielfältige Eigenwahrnehmung gegenüberstellt. Sein kuratorischer Zugang ist dabei immer differenziert und empathisch – stets mit einem Blick auf Minderheiten innerhalb der Minderheit – und auch bei Ausstellungen zu historischen Themen immer mit einem Bezug zu unserer Gegenwart und Gesellschaft, die er herausfordert. Das macht seine Ausstellungen außergewöhnlich und attraktiv für eine Vielzahl an Museen, weit über den Bereich der Jüdischen Museen hinaus.
Seit 2022 ist Hannes Sulzenbacher neben seiner Tätigkeit als Co-Leiter von Qwien – Zentrum für Queere Kultur und Geschichte Chefkurator am Jüdischen Museum Wien – ein Full Circle Moment, hat doch seine Karriere Anfang der 1990er-Jahre genau hier begonnen. Mit ihm hat sich das JMW gewandelt und ist wieder zu einer internationalen Größe in der nationalen wie internationalen Museumslandschaft geworden. Seine Ausstellungen beschäftigen sich thematisch mit universellen Fragen, die zwar von der Wiener jüdischen Geschichte und Gegenwart ausgehen, jedoch weit darüber hinaus reichen. Sie zeigen vor allem, dass jüdische Geschichte viel mehr ist als eine Erzählung über den kulturellen Beitrag berühmter Einzelpersonen, sondern Relevanz für unsere Gesellschaft, unser Heute hat. Möglich wird dies durch sein breites und profundes Wissen, das weit über die Fachgrenzen hinausgeht und von antiker Philosophie bis zu zeitgenössischer Kunst, von jüdischen Traditionen bis zur Holocaustgeschichte, von Literatur bis zu Globalgeschichte reicht. Aktuelle Themen aufzugreifen und sie nachvollziehbar zu verhandeln sowie immer wieder differenzierte gesellschaftliche Debatten anzustoßen, ist, wie das auch die Jury begründete, Volksbildung im allerbesten Sinne, vor allem aber ist es exzellente Museumsarbeit.
Wir gratulieren dir, lieber Hannes, zu dieser hochverdienten Auszeichnung – wir sind stolz, dass du Teil unseres Teams bist!
Hannes Sulzenbacher ist als Chefkurator nicht nur gemeinsam mit der Direktion für die Programmierung des Ausstellungsprogramms, sondern auch für die Entwicklung der kuratorischen Leitideen der einzelnen Ausstellungen verantwortlich. Er ist europaweit als einer der innovativsten, mutigsten und kreativsten Ausstellungskuratoren bekannt und hat für zahlreiche Jüdische Museen, darunter das Jüdische Museum Berlin, das Jüdische Museum München und das Jüdische Museum Hohenems, Ausstellungen entwickelt, deren Wirkung weit über Landesgrenzen und Ausstellungslaufzeiten hinausgeht. Dabei beschäftigten ihn immer wieder der (neugierige, durch positive wie negative Vorurteile geprägte, scheinbar wissende) Blick der nichtjüdischen Bevölkerung auf Jüdinnen und Juden, dem er eine vielfältige Eigenwahrnehmung gegenüberstellt. Sein kuratorischer Zugang ist dabei immer differenziert und empathisch – stets mit einem Blick auf Minderheiten innerhalb der Minderheit – und auch bei Ausstellungen zu historischen Themen immer mit einem Bezug zu unserer Gegenwart und Gesellschaft, die er herausfordert. Das macht seine Ausstellungen außergewöhnlich und attraktiv für eine Vielzahl an Museen, weit über den Bereich der Jüdischen Museen hinaus.
Seit 2022 ist Hannes Sulzenbacher neben seiner Tätigkeit als Co-Leiter von Qwien – Zentrum für Queere Kultur und Geschichte Chefkurator am Jüdischen Museum Wien – ein Full Circle Moment, hat doch seine Karriere Anfang der 1990er-Jahre genau hier begonnen. Mit ihm hat sich das JMW gewandelt und ist wieder zu einer internationalen Größe in der nationalen wie internationalen Museumslandschaft geworden. Seine Ausstellungen beschäftigen sich thematisch mit universellen Fragen, die zwar von der Wiener jüdischen Geschichte und Gegenwart ausgehen, jedoch weit darüber hinaus reichen. Sie zeigen vor allem, dass jüdische Geschichte viel mehr ist als eine Erzählung über den kulturellen Beitrag berühmter Einzelpersonen, sondern Relevanz für unsere Gesellschaft, unser Heute hat. Möglich wird dies durch sein breites und profundes Wissen, das weit über die Fachgrenzen hinausgeht und von antiker Philosophie bis zu zeitgenössischer Kunst, von jüdischen Traditionen bis zur Holocaustgeschichte, von Literatur bis zu Globalgeschichte reicht. Aktuelle Themen aufzugreifen und sie nachvollziehbar zu verhandeln sowie immer wieder differenzierte gesellschaftliche Debatten anzustoßen, ist, wie das auch die Jury begründete, Volksbildung im allerbesten Sinne, vor allem aber ist es exzellente Museumsarbeit.
Wir gratulieren dir, lieber Hannes, zu dieser hochverdienten Auszeichnung – wir sind stolz, dass du Teil unseres Teams bist!
